Die Fussball WM interkulturell betrachtet

Am 20. November beginnt die Fußball WM 2022 in Katar. Neben Unterhaltung und sportlicher Spannung können wir von der Weltmeisterschaft auch einiges über interkulturelle Kompetenz lernen. Was genau, erfahren Sie in diesem Artikel.

Die Auseinandersetzung mit sich selbst und der eigenen Kultur

Im Alltag ist uns häufig nicht bewusst, was die eigene Kultur ausmacht. Die eigenen Verhaltensweisen und Gepflogenheiten sowie die der Mitmenschen sind für uns gewohnt, zählen zur Normalität und werden nicht weiter hinterfragt. Falls es auf der Arbeit oder im privaten kaum Situationen gibt, in denen verschiedene Kulturen aufeinandertreffen, kommt dieses Thema im alltäglichen Leben gar nicht erst auf.

Zur Fußball WM oder anderen sportlichen Veranstaltungen ändert sich das: die Menschen beginnen wieder damit, sich mit dem eigenen Land auseinanderzusetzen. Sie treffen im Stadion, in der Bar oder im Internet auf Fans anderer Länder und tauschen sich aus. Viele beschäftigen sich aus Interesse auch mit dem Gastgeberland oder anderen Ländern, gegen die gespielt wird. Dabei wird schnell klar: so wie jedes andere Land besitzen auch wir Deutschen eine ganz eigene Kultur mit vielen Eigenheiten.

Natürlich kann man nicht alle Menschen eines Landes über einen Kamm scheren, dennoch gibt es stets Gemeinsamkeiten. Charakteristisch für die Deutschen sind zum Beispiel eine sehr sachbetonte Kommunikation, Genauigkeit, Pünktlichkeit sowie das Kokosnuss-Prinzip „Harte Schale, weicher Kern“ – Menschen aus anderen Kulturen finden es oftmals schwierig, zu uns vorzudringen, gelingt es aber, können daraus jahrelange Freundschaften entstehen.

Achten Sie einmal darauf, wie Sie selbst in diesen Punkten agieren und wie Menschen aus anderen Ländern das im Vergleich handhaben. Sie werden erkennen, dass auch Sie kulturelle Prägungen erhalten haben, die ihr Handeln beeinflussen und für Sie ganz normal sind. Treffen Sie auf Menschen aus anderen Kulturen, haben auch diese Menschen eine entsprechende Prägung. Es ist wichtig, sich darüber bewusst zu sein und eine gewisse Akzeptanz mitzubringen, um gut miteinander auszukommen.

Offenheit: eine bessere Leistung anerkennen und von anderen lernen

Auch wenn fast jeder im Fußball seine Lieblingsmannschaft hat oder zumindest gewisse Sympathien für bestimmte Teams hat, wird eine gute Leistung im Sport immer anerkannt. Wer fair und ohne Fouls eine Partie mit einem 4:0 gewinnt, hat ein gutes Spiel abgeliefert. Die anderen Teams werden die Taktik und Spielzüge ausführlich analysieren, um für das eigene Spiel daraus zu lernen.

Auch dieses Prinzip können wir für unser eigenes Leben und den Kontakt mit anderen Kulturen übernehmen. Andere Menschen zu respektieren und wertzuschätzen ist ein wichtiges Element von gegenseitigem Verständnis. Wenn wir mit der Einstellung in eine Begegnung gehen, von der anderen Person lernen zu wollen, verhalten wir uns automatisch respektvoll und wertschätzend. Denn durch die Absicht des voneinander Lernenwollens sucht unser Unterbewusstsein automatisch nach Merkmalen der anderen Person, die uns gefallen.

Außerdem können wir – insbesondere, wenn wir uns im ersten Schritt unserer eigenen Kultur und deren Besonderheiten bewusst geworden sind – sehr viel von anderen Kulturen lernen. Genauso wie wir Deutschen unsere Stärken wie die Qualität „Made in Germany“ haben, leben uns andere Kulturen in anderen Lebensbereichen gute Beispiele vor: so hilft die schwedische Ausgewogenheit lagom dabei, Frust im Job oder gar Burnout-Erkrankungen vorzubeugen. Pura vida aus Costa Rica zeigt uns, wie wir das Leben in vollen Zügen genießen können und das Lesen der Luft aus Japan ermöglicht eine deutlich einfühlsamere, beziehungsorientiertere Kommunikation.

Weitere spannende Themen, die wir von der Fußball WM über interkulturelle Kompetenz und unser eigenes Leben lernen können, erfahren Sie hier im zweiten Teil dieses Artikels.

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